Reiner Böschen

Es interessiert mich vor allem das zu fotografieren, was mich herausfordert. Sei es im Theater, bei Nacht oder im Makrobereich. Dabei benutze ich auch HDR- und Panoramatechniken und verzichte auch gerne auf Farben, wenn es das Motiv zulässt.
Seit Jahren fotografiere ich mit Spiegelreflexkameras von Canon.

Triberger Wasserfälle

Das Thema Wasser als Jahresthema des Fotoclubs ist zwar schon abgeschlossen, aber trotzdem fotografiere ich immer wieder gerne Gewässer aller Art und eben auch Wasserfälle.
Im Herbst hat man oft einen besseren Blick auf die Gewässer, wenn das Laub der Bäume schon abgefallen ist. An solchen touristischen Hot-Spots wie den Triberger Wasserfällen sind auch nicht mehr so viele Besucher, vor allem am frühen Morgen. Dann kann man sein Stativ ungestört überall aufbauen und ohne Hetze fotografieren.
Bei dieser Bildserie habe ich Wert auf das Fließen des Wassers gelegt und deshalb längere Belichtungszeiten von bis zu 1 Sekunde gewählt, um die Strukturen des Wassers verlaufen zu lassen. Im Gegensatz dazu stehen die zahlreichen Felsbrocken, die sich dem Weg des Wassers widersetzen und entsprechend mit scharf dargestellte Strukturen dargestellt wurden.

 

Völklinger Hütte 2019

Die Völklinger Hütte im Saarland ist als Industriedenkmal seit 1994 ein UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit. Für mich, der beruflich mit diesen Materialien zu tun hat, war der Besuch ein MUSS, wenn ich schon mal in der Gegend bin.
Das Werk mit insgesamt 6 Hochöfen war immer wieder Treiber von Weiterentwicklungen in der Eisenherstellung. Hier wurde bis 1986 Roheisen erzeugt und in Stahlwerken im Saarland weiterverarbeitet. Aber durch die Stahlkrise der 70 Jahre kam schlussendlich zur Schließung.
Heute kann man die kompletten Anlagen aus nächster Nähe besichtigen und kann sich ein Bild davon machen, wie eng viele Dinge miteinander verknüpft sind und wie komplex der ganze Prozess ist. Über zahlreiche Treppen geht es rauf und runter von der Erz- und Kohleanlieferung über die Kokerei und Aufbereitung der Stoffe bis zum Domdeckel der Hochöfen ganz oben und dem Stichloch ganz unten. Die Nutzung der Abfallstoffe wie Teer gehört auch dazu. Noch heute kann man den Geruch ganz deutlich wahrnehmen. Der Fotograf ist bei der Fülle der Motive schier überfordert. Man weiß irgendwann gar nicht mehr, was man zuerst im Bild festhalten soll. Am besten, man besucht die Hütte mehrmals.
Das aktuelle Konzept des Weltkulturerbes sieht eine enge Verbindung von Kunst und Industrieruine vor. So kann man an verschiedensten Stellen des Hüttenwerks verschiedenste Kunstwerke bewundern. Teils aufgemalt und teils installiert. Damit kommen auch weniger Technikinteressierte beim tagesfüllenden Besuch auf ihre Kosten.

Ostseeküste

Angesichts der Covid-19 Pandemie habe ich meinen Sommerurlaub an der Ostseeküste verbracht. Die Küsten von Fischland-Darß-Zingst und Rügen boten reichhaltige Motive. Seien es die rauhe Küste des Weststrands, die Badestrände bei Zingst oder der Kreidefelsen und Kap Arkona auf Rügen. Gerade weil es nicht immer das beste Urlaubswetter hatte, gab es umso eindrucksvollere Fotos von Strand, Wellen und Brandung. Es hat sich dabei mehrfach gelohnt, früh aufzustehen und zum Sonnenaufgang ganz allein am Strand zu sein. Es war für mich sehr eindrucksvoll zu sehen, dass gerade die Küste der Ostsee aufgrund der besonderen Klimabedingungen mit häufigem starken Westwind der ständigen Veränderung unterworfen ist und es es so viele verschiedene Ausprägungen der Küstenlandschaft gibt.