Florian Diehl

Mein halbes Leben lang beschäftigt mich schon die Photographie. Mal mehr mal weniger intensiv. Lange Zeit stand das „Momente festhalten“ für mich im Vordergrund. Mittlerweile interessiert mich die Kunst und die Wissenschaft, die hinter einem guten Photo steckt.
Die Kunst, weil es bei der Photographie darauf ankommt eine Idee im Kopf auf den Sensor und das Papier zu bringen.
Die Wissenschaft, weil mich interessiert, was während der Kunst im Kopf vorgeht…

In der Phototasche: Fujifilm X20, Olympus E-600, Metz mecablitz 58, Trilopo Stativ
Im Bücherregal: „Vision and Art“, Margaret Livingstone
Im DVD-Player: „Tim’s Vermeer“
Weitere Alben auf Flickr: Dr. Iso

Analog

Analoge Photographie hat Ihre ganz eigenen Reize. Besonders bei Photographie mit Mittelformat-Kameras (6×6, 6×7 cm) muss man sich auf etwas ganz anderes einstellen: das Gewicht der Kamera, die maximal 12 Bilder, die auf eine Rolle passen. Und dann das Warten auf die Entwicklung der Negative. Das Entfernen von Staub und Fusseln vor dem Scannen.

Mit Digitalkameras sieht man sein Bild sofort per Knopfdruck. Warum also der „Schritt zurück“? Warum der Aufwand? Weil man für sehr wenig Geld gebrauchte Analogkameras bekommt (mittlerweile habe ich 5 daheim stehen, die älteste ist 70 Jahre alt – und funktioniert immer noch). Weil es eine interessante Erfahrung ist, das Bild im Schachtsucher zu komponieren. Weil der lächerlich schmale Schärfebereich bei Blende 2,8 wunderschöne Portraits erlaubt. Weil man sich keine Sorgen um die Batterien machen muss. Weil es entschleunigt. Weil man wieder etwas erschafft. Weil man Licht auf Film physisch einfriert.